Lichtrouten Lüdenscheid

24.09.-03.10.2010, Lüdenscheid

Event Vom 24. September bis 3. Oktober 2010 wird Lüdenscheid zum fünften Mal zum öffentlichen Forum für Licht in Kunst und Design. Produziert von der Lüdenscheider Stadtmarketing GmbH und kuratiert von Bettina Pelz und Tom Groll wird für zehn Tage ein internationales Ausstellungsprogramm in der Innenstadt realisiert. Gezeigt werden Inszenierungen und Interventionen, Installationen und Performances, die sich durch den reflektierten Einsatz von Kunstlicht im öffentlichen Raum auszeichnen.

Stadt des Lichts:
Die LichtRouten 2010 inszenieren den Stadtraum als Wunderkammer des Lichts: Eines der prägenden Wirtschaftskompetenzfelder Lüdenscheids ist die Licht- und Leuchtentechnik. Der Kompetenzvorsprung der südwestfälischen Unternehmen ist eng verbunden mit dem Profil der Stadt.

Die internationale Reputation wirkt in die Stadt zurück und seit zehn Jahren werden in Lüdenscheid diverse Initiativen, die sich mit Licht als Material, Medium oder Phänomen auseinandersetzen, realisiert. Seit 2002 sind die LichtRouten die Höhepunkte im Kalender der „Stadt des Lichts“.

 

Licht als Material und Medium:
Zeitgenössische künstlerische, gestalterische und architektonische Strategien vergegenwärtigen, dass Licht nicht statisch zu verstehen ist, sondern nur in zeitlichen, räumlichen und dynamischen Zusammenhängen gesehen werden kann. Mit sich veränderndem Lichteinfluss verändert sich auch die Wahrnehmung von Räumen, Formen und Farben; biologische, chemische und physikalische Prozesse werden in Gang gesetzt und Lichtbilder auf Wänden und Bildschirmen erzeugen eigene, virtuelle Realitäten.

So entstehen individuelle Seh- und Wissensgewohnheiten, die sich zu Wahrnehmungsmustern verdichten, in denen sich Individualität und Selbstverständnis spiegeln. Wo Kunst und Design mit diesem Wahrnehmungs-, Erkenntnis- und Entwicklungsprozess experimentieren, entstehen Interventionen und Installationen, die erhöhte Aufmerksamkeit für Ort und Zeit wie für Werk und Betrachter/in erzeugen. In der Tradition der LichtRouten werden auch die 5. LichtRouten zeigen, wie faszinierend Licht als Werkstoff künstlerischer und gestalterischer Praxis ist.

 

Wunderkammern:
Das Thema der LichtRouten 2010 knüpft an die Idee der Wunderkammern an, in denen seit dem 18. Jahrhundert nach individuellem Gusto Kostbares und Kurioses zusammengetragen wurde. Ihre bunte Mixtur aus Natur und Wissenschaft, Handwerk und Technik, Folklore und Kunst gilt wissenschaftsgeschichtlich als bedeutsamer Vorläufer heutiger Museen.

Als Sammlungsorte waren die Wunderkammern eine Form der Weltaneignung und die Inszenierung dieser. Verstanden als Freiräume für Unbekanntes und Unerwartetes zeigen sich die LichtRouten 2010 als Wunderkammern, mit Lichtwerken aus Kunst und Design in Umgebungen und Räumen, die bis heute für die Stadtentwicklung und Stadtansichten bedeutsam sind.

 

Industriekultur:
Seit Ende des 18. Jahrhundert ist Lüdenscheid geprägt durch eine Industriekultur, die der Stadt ein ganz eigenes Gesicht gegeben hat. Spätestens seit der Vormontage der Zeppelin-Luftschiffe in der Fabrik Carl Berg Ende des 19. Jahrhunderts ist der Standort Lüdenscheid mit Forschung, Entwicklung und internationalen Standards verbunden, u.a. durch Unternehmen wie Carl Berg, Busch-Jaeger Elektro, ERCO Leuchten, Fischer Elektronik, Gerhardi Kunststofftechnik, Eduard Hueck, Hoffmeister Leuchten, Insta Elektro, Leopold Kostal, Wilhelm Schröder/Wilesco, Sieper/SIKU, P.C. Turck u.a..

In der Auswahl der Standorte und der Routen-Führungen 2010 fokussieren die LichtRouten die industrielle Prägung der Stadt. In der künstlerischen oder gestalterischen Auseinandersetzung werden die geografischen und architektonischen Vorgaben zu Parametern ort- und zeitspezifischer Arbeiten, die sich vertrauten Ansichten und Nutzungen entgegenstellen, indem sie Bezüge verändern oder neue Kontexte herstellen.

www.lichtrouten.de >>

 


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